Archive for the ‘Das Universum’ Category

Des Nachtsterns Träume

Dienstag, Dezember 8th, 2009

Ich betete dich an.
Du mögest mir Schutz geben
durch die Nacht.

Ich verfluche dich!
Wie konntest du das nur tun,
mir das schenken,
in dieser Nacht?

Mit angsterfüllten Augen
den Schrecken in den Gliedern,
sie verfolgen mich noch immer.
Die Geister, die mich fanden
tief in der Nacht.

Doch magst mich noch tausendfach töten,
ich werde auf immer Dein sein.
Denn für die wenigen Momente der Ruhe
liebe ich dich,
meine treue Gefährtin
durch die Nacht.

Willkommen in meiner Zwischenwelt…

Mittwoch, November 18th, 2009

Die erste Seite in einem Buch zu füllen hat mir schon immer die größten Schwierigkeiten bereitet. Alle Gedanken wollen auf einmal heraus und jeder Gedanke schreit “Ich zuerst! Ich zuerst!”.

Doch dieses Mal ist es etwas einfacher. Kommt vielleicht auch davon, dass nach knapp acht Stunden Arbeit an “ochita tenshi” die Quengeligkeit meiner Gedanken, sich in den Vordergrund drängeln zu wollen, nicht mehr so sehr vorhanden ist. Und siehe da … die ersten Buchstaben sind schon geschrieben und der Anfang des Weges ist gesetzt. Den Anfang eines Weges zu finden ist viel schwieriger, als Schritt für Schritt den Weg zu begehen…

Aber wozu das ganze? Jetzt, nachdem sich die vielen winzigen Mosaiksteinchen von unserem ersten Album Vanitas langsam zu einem größeren Bild zusammensetzen, finde ich hoffentlich auch etwas Zeit, über die ganzen Eindrücke zu schreiben, denen wir auf  unserem Weg begegnet sind. Denn interessanterweise hatte dieser Weg nicht einen wirklichen Anfang, er entstand aus einem unwirklichen Gedanken und wurde von ebenso vielen unwirklichen Gedanken weitergetragen. Es grenzt fast an ein Wunder, dass wir den Weg bis hierhin beschreiten konnten…

Ich habe festgestellt, dass man erst mit etwas Abstand Eindrücke wirklich begreifen kann. Wann die Zeit dafür reif ist – der Abstand groß genug – kann man nicht selbst bestimmen. Es gibt nicht “den” Eindruck; sie verhalten sich ebenso wie Mosaiksteinchen, die erst in Verbindungen mit ihren Artgenossen zu einem Bild werden. Die Mosaiksteinchen sind in ständiger Wechselwirkung, sie drängeln, sie schubsen, sie verschieben sich, und erst nach der richtigen Zeit wird aus dem ganzen Chaos ein Bild. Es wundert mich also eigentlich nicht, dass ich erst jetzt mit dem gewissen Abstand tatsächlich über meine Eindrücke schreiben kann.

Somit gibt es in der nächsten Zeit von vielen Mosaiksteinchen zu erzählen, von My Friend Skeleton, von My Skeleton Friend und von Vanitas, der verrückten Aufgabe, zwei Debütalben zweier Bands in einem Werk zu verbinden.

Ich bin gespannt, welches Mosaiksteinchen als nächstes schreit: “Ich zuerst! Ich zuerst!”.